Samstag, 29. August 2015

Braun Face SE830 Gesichtsepilierer


Braun Face SE830


 

 


 

Yolante hat's getestet

Ich möchte den Braun SE830 Gesichtsepilierer und die Reinigungsbürste nicht mehr missen. Das Gerät ist leicht, handlich und effektiv. Zudem sieht es schön aus.




Es gibt den Gesichtsepilierer in zwei Ausführungen. Zum einen kann man das Gerät einzeln kaufen, das ist dann der SE810. Er kostet inzwischen nur noch zwischen 42 und 45€, der UVP liegt bei 69,99€. Die zweite Ausführung ist das Gerät plus Zubehör, welches aus Tasche, Reinigungsbürste und Taschenspiegel besteht.
Dieses, hier vorgestellte, Set kostet dann um die 60€.
Wer das Gerät einmal unverbindlich testen möchte, kann das auf der Braun-Homepage tun. Dort gibt es die 80 Tage testen – zufrieden oder Geld zurück Aktion.



Herstellerdetails

Braun SE830
Zubehör:
Gesichtsepilierer
Gesichtsreinigungsbürste
Schutzkappe
Schlanke Reinigungsbürste
Batterie
Taschenspiegel mit Licht
Transporttasche

Schlanker Epilierkopf für die schnelle und gründliche Epilation
Für Kinn, Stirn, Oberlippe und Augenbrauen
200 Bewegungen pro Sekunde
Reinigungsbürste
Entfernt Make-up und Hautunreinheiten 6x besser als die manuelle Reinigung
Wasserdicht
Abwaschbar

www.braun.com
www.service.braun.com
Info: 0800027286463



Design

Das Gerät ist komplett weiß, sieht aber trotzdem schön aus. Besondere Farben sind auch nicht nötig, denn das Design kann sich auch in Weiß sehen lassen. Die schlanke Form und der handliche Griff geben ein stimmiges Gesamtbild ab.
Der Bürstenkopfaufsatz ist etwas dicker und leicht nach vorne geneigt, so dass man das Handgelenk während der Anwendung nicht verdrehen oder übermäßig anstrengen muss. Hier verbinden sich Design und Funktionalität perfekt. Da hat jemand mitgedacht.
Zwischen Bürstenkopf und Handgerät wurde ein Silberring eingesetzt, der das Gerät sehr elegant erscheinen lässt. Ebenfalls in Silber gehalten ist der An-/Aus-Schalter. Dieser verbindet ebenfalls Funktionalität und Design wunderbar. Er ist dezent angebracht und lässt sich mit einer Hand gut bedienen.
Alle anderen Zubehörteile sind ebenfalls weiß. Auch bei den Formen und Mechanismen sieht man sofort, dass dieses Zubehör zu diesem Gerät passt. Lediglich Kappen und Knöpfe erscheinen in mattem oder verchromtem Silber.
Was mir gut gefällt, ist die Farbe der Tasche, die glücklicherweise NICHT weiß ist. Sie wurde aus stabilem Stoff gefertigt und mit einem wasserabweisenden Innenfutter versehen. Die Farbe ist eine Mischung aus lila und rosa und bildet einen schönen Kontrast zu den weißen Teilen des Gerätes. Die Tasche ist auch nicht zu groß, sondern alles passt bequem hinein, ohne dass man am Ende am Reißverschluss herumreißen muss.





Anwendung



Gesichtsbürste

Ich probiere zunächst den Reinigungsaufsatz. Die Bürste hat etwa den Durchmesser einer Gedenkmünze und ist gut geeignet, damit alle relevanten Stellen im Gesicht zu reinigen. Ich binde mir mit einem Gummiband den Haaransatz hoch und beginne mit der Reinigung.
Ich habe verschiedene Arten ausprobiert.
1. Man befeuchtet die Bürste unter dem Wasserhahn und gibt normales Gesichtsreinigungsgel auf den Bürstenkopf. Damit kann man wunderbar das komplette Gesicht behandeln, ohne dass Wasser an den Wangen entlang oder vom Kinn zu Boden tropft. Somit ist es möglich, in einer bequemen und aufrechten Haltung das Gesicht über dem Waschbecken zu waschen. Nach der Reinigung wird das Gesicht mit klarem Wasser abgespült.
2. Die zweite Möglichkeit nutze ich gerne in der Badewanne: Dann nämlich wasche ich mein Gesicht zunächst normal mit Reinigungsgel und lasse den Schaum kurz einwirken, danach nutze ich die Gesichtsbürste in trockenem Zustand. Die Reinigung in der Badewanne ist etwas effektiver, weil die Gesichtshaut länger eingeweicht werden kann und sich Hautunreinheiten noch besser lösen.

Epilationsaufsatz

Die Anwendung ist hier auch denkbar einfach. Ich nutze den Aufsatz ausschließlich auf trockener Haut. Um die jeweilige Partie zu epilieren, straffe ich die Haut mit der zweiten Hand und schalte das Gerät ein, bevor ich es aufsetze.
Das Gerät verfügt über einen Schalter, mit dessen Betätigung der Drehkopf in zwei verschiedene Richtungen eingeschaltet werden kann. Das sollte man sich vorher genauer ansehen und den Schalter möglichst in die Richtung bewegen, dass sich das Epilationsrädchen gegen die Wuchsrichtung der Haare dreht. Es ist nicht ganz leicht, das durch die schnelle Drehbewegung festzustellen, aber mit der Zeit bekommt man das Gefühl dafür.



Erfahrungen

 
Reinigungsaufsatz

Ich liebe die Anwendung der Bürste. Sie bewegt sich sanft über die Gesichtshaut, aber dennoch fühlt sich das Gesicht, auch mit weichem Reinigungsgel, sehr schön gepeelt an, ohne dabei zu kratzen oder andere unangenehme Gefühle zu verursachen. Seit ich die Gesichtsbürste nutze, habe ich kein Peeling mehr gekauft.
Die Reinigung kann leicht variiert werden, indem man den Druck auf den Bürstenkopf erhöht. Die Drehgeschwindigkeit nimmt dann, vor allem bei schwacher Batterie, leicht ab, aber das Reinigungsgefühl verstärkt sich.
Die Reinigungsleistung ist auch ok, wenn es um eine normale Gesichtsreinigung geht. Bei der Entfernung von Make-up, verfärbt sich der Bürstenkopf schnell und die Rückstände bleiben auch nach dem Säubern darin kleben. Grobe Verschmutzungen lassen sich zwar damit entfernen, aber ich wasche Schminke oder Make-up vor der Anwendung lieber herkömmlich ab. Trotzdem wird die Gesichtshaut sauberer, wenn man die Bürste erst nach dem grundsätzlichen Waschen einsetzt.
Ich bin sehr zufrieden mit der Einfachheit der Anwendung und mit dem Ergebnis.
regelmäßige Anwendung

Nutze ich die Gesichtsbürste nur hin und wieder, ähnlich einem Peeling, dankt es meine Haut: sie wird weich und sieht reiner aus.
Bei häufigerer Nutzung kommt es auch mal zu einer empfindlichen Reaktion, dann unterbreche ich die Behandlung für ein paar Tage. Ich empfehle das Gerät nicht zur täglichen Nutzung, sondern eher zur Verwendung anstatt Peeling.


Epilationsaufsatz

Ich epiliere mir regelmäßig die Beine, aber mit Gesichtsepilation hatte ich bisher wenig am Hut. Generell entferne ich mir nur sehr selten Gesichtsbehaarung. Daher war ich sehr neugierig, ob die Epilation im Gesicht tatsächlich funktionieren kann. Doch ich stelle mir das trotz allem sehr schmerzhaft vor.
Der Aufsatz an sich ist klein und handlich, kann gut an den relevanten Stellen angesetzt werden und der Kopf dreht sich so schnell, dass man das Zupfen kaum wahrnimmt.
Ich probiere es zunächst an Stirn und Kinn und kann nicht meckern. Diese Bereiche lassen sich besonders sanft von kleinen Härchen befreien. Der Schmerz ist dort kaum spürbar.
Bei der Epilation der Oberlippe sind mir bereits die Tränen in die Augen geschossen. Ich habe dort zwar nur sehr kurze Härchen, aber sehr viele, so dass das Zupfen echt schmerzhaft war. Das überlege ich mir nächstes Mal echt gut.
Was hilft: zunächst die Haare mit einer Enthaarungscreme nur teilweise entfernen und danach erst die Epilation durchführen. Nachdem ich die Oberlippe ein paar Mal epiliert hatte, wurde die Anwendung weniger schmerzhaft, aber das ist echt gewöhnungsbedürftig. Wenn man das nicht regelmäßig macht, ist der Schmerz zu groß und die Anwendung wird zur Tortur. Gerade am Anfang ist es besser, jeden Tag nur eine kleine Stelle zu epilieren, dann dauert es zwar ein paar Wochen bis Der Damenbart im Griff ist, aber immerhin ist es weniger schmerzhaft. Einen kurzen Moment kann man das schon aushalten, und das Ergebnis ist immerhin langanhaltend.
Trotzdem: an die Augenbrauen traue ich mich mit dem Apparat nicht. Das ist mir zu heiß. Den Bericht zwischen den Augenbrauen habe ich gut hingekriegt und an den Seiten klappt es auch gut, aber um die Augenbrauen in Form zu bringen, nutze ich lieber die Pinzette oder gehe zur Kosmetikerin.
Wo die Anwendung auch ganz gut klappt, ist die Anwendung auf Fußzehen und entlang der Bikinizone. Hier lassen sich einzelne Härchen super entfernen.
Insgesamt bin ich ja dann doch zufrieden.


Spieglein, Spieglein

Der Taschenspiegel kann sich echt sehen lassen. Er verdient wirklich, erwähnt zu werden. Zunächst war ich versucht, den wegzuwerfen, weil ich schon einen habe. Aber dann war ich begeistert. Zunächst fühlt er sich sehr hochwertig an. Die Klappe geht zwar etwas schwer auf, dafür bleibt sie aber auch nach häufiger Nutzung oben und klappt nicht selbstständig wieder zu oder fällt nach hinten.
Der Spiegel vergrößert relativ stark und ist nicht geeignet, den Gesamteindruck des Gesichts wiederzugeben. Der Kopf verschwimmt etwas in dem kleinen Ausschnitt. Aber kann man anhand der super Vergrößerung kleinste Härchen im Gesicht erkennen, die man eventuell bei der Epilation nicht erwischt hat. Man sieht auch sehr helle und kleine Härchen extrem deutlich. Daher: Dieser Spiegel ist ein Top-Zubehör, wofür sich die Anschaffung der teureren Variante des Gerätes durchaus lohnt.




==Reinigung und Pflege==
Der Epilationsaufsatz muss nicht aufwändig gereinigt werden. Ich puste ihn ab und entferne übriggebliebene Härchen mit der kleinen Reinigungsbürste. Außerdem kann man ihn abziehen und von innen hineinpusten, so dass fast alle Rückstände entfernt werden. Sollte dennoch mal ein Härchen in einer Pinzette haften bleiben, drehe ich den Kopf von Hand ein Stück weiter, während ich hineinpuste. Es ist wirklich kinderleicht und geht schnell.
Die Reinigungsbürste halte ich sauber, in dem ich sie unter fließendem Wasser abspüle, während sie sich dreht. Ich lasse sie dann noch ein paar Mal auf dem Handrücken rotieren oder fahre bei starker Verschmutzung mit den Fingern durch die Borsten. Da lassen sich auch mal gröbere Rückstände entfernen.
Der Bürstenkopf bleibt auch bei häufiger Nutzung gut in Form. Es gibt kaum Borsten, die sich verbiegen oder erschlaffen, die Borsten bleiben schön weiß. So gesehen hat er eine sehr lange Haltbarkeit. Nach drei Monaten sollte der Bürstenkopf dennoch ausgetauscht werden. Das ist ähnlich wie bei der Zahnbürste, es hat einfach hygienische Gründe.
Der Austausch geht super schnell. Am oberen Ende des Bürstenkopfes befindet sich ein kleiner Knopf. Der wird kurz betätigt und man kann die Bürste herausziehen. Wenn man die Bürste nach unten hält und ruckartig drückt, ist es möglich, die Bürste direkt in den Mülleimer zu befördern.



Batterieleistung

Das Gerät ist batteriebetrieben. Gebraucht wird eine Batterie 1,5V AA. Die Batterie hält einige Wochen, wenn das Gerät 2-3x pro Woche genutzt wird. Auch mit nachlassender Batterie kann man sich noch gut peelen. Epilieren klappt am besten mit frisch eingelegter Batterie, sonst ziept es noch mehr.
Die Batterie hält zwar einige Zeit, aber ich hätte mir dennoch einen Akku gewünscht. Da bin ich von Braun einfach besseres gewohnt. Der Silk epil, die Zahnbürsten, Rasierer oder sonstige Geräte arbeiten doch auch alle mit einem guten Akku. Das hätte man hier auch machen sollen. Ok, das Ladegerät entfällt, die Päckchen bleibt somit klein für die Handtasche, aber für den Hausgebrauch fände ich einen aufladbaren Akku trotzdem besser. Außerdem würde eine Aufladung sicher auch für einen zweiwöchigen Urlaub ausreichen. Vielleicht wäre es sogar möglich, das Teil in die Ladestation der Zahnbürste zu stellen, das wäre dann mal eine wirkliche Innovation.

Was auch fehlt, ist eine Anzeige der Batterieleistung. Man kann nur anhand des Geräuschs ungefähr erkennen, wie lange das Gerät noch durchhält, ehe die Batterie getauscht werden muss. Aber das nur am Rande.



Zubehör und Folgekosten
 

Neben der mitgelieferten Bürste, sind noch weitere Aufsätze erhältlich, die mich auch interessieren. Da wäre zum Beispiel die extra sensitive Bürste, mit der man sich eventuell noch häufiger waschen kann. Auch die spezielle Peeling-Bürste würde mich noch reizen, um Hals und Dekolleté porentiefer zu reinigen. Der Beauty-Schwamm interessiert mich weniger. Er wäre geeignet, um Pflegeprodukte in die Haut einzumassieren. Aber hier ist mir die Hygiene wichtiger. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich der Schwamm nach wenigen Anwendungen noch gut reinigen lässt. Und mit Cremerückständen möchte ich nicht meine Gesichtshaut behandeln. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Wer hier schon Erfahrungen gesammelt hat, hinterlasse mir seinen Kommentar.
Die Folgekosten belaufen sich beim 3-monatigen-Austausch der Bürsten auf etwa 25€ pro Jahr. Das kann ich verkraften. Hinzu kommen die Kosten für Batterien, die auch nicht sonderlich in die Höhe schnellen. Das bewegt sich im verträglichen Rahmen.
Was ich noch gut finde, ist die Austauchbarkeit des Bürstenkopfes, somit ist man nicht gezwungen, ein neues Gerät zu kaufen, sollte er einmal defekt sein.




Bedienungsanleitung

Es gibt eine Bedienungsanleitung für die Modelle Braun SE810, SE820, und Braun SE830 und SE831.
Ich muss gestehen, ich habe sie nicht gelesen. Das Heft umfasst ganze 104 Seiten, die eigentliche Anleitung auf Deutsch ist aber auf den ersten drei Seiten zu finden. Der Rest widmet sich der Übersetzung in verschiedene Sprachen.
Die Anleitung ist verständlich geschrieben. Aber die Benutzung erschließt sich auch aus der Intuition heraus. Daher brauche ich sie nicht mehr. Außerdem wird die Anleitung auf der Homepage des Herstellers zum Download angeboten. Das genügt mir.




Fazit



Ich möchte den Braun SE830 Gesichtsepilierer und die Reinigungsbürste nicht mehr missen. Das Gerät ist leicht, handlich und effektiv. Zudem sieht es schön aus.
Die Reinigung klappt ohne Tropfen und ist sanft zur Gesichtshaut.
Die Normalbürste ist weich, kann aber im Zubehörshop gegen eine noch sanftere ausgetauscht werden. Ebenso ist eine Peelingbürste erhältlich.
Das Gerät kann problemlos unter fließendem Wasser gereinigt werden. Die Bürsten sind aus hygienischen Gründen regelmäßig auszutauschen, was zwar Folgekosten verursacht, die sich aber in Grenzen halten. Es ist ähnlich einer elektrischen Zahnbürste.
Die Epilation im Gesicht ist gewöhnungsbedürftig. Die Enthaarung an Stirn, Kinn und Wangen ist kein Problem. Aber an Oberlippe und Augenbrauen schmerzt es schon sehr. Hier sollte man sich langsam herantasten. Am besten jeden Tag ein Stück, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Für längere Augenbrauen ist das Gerät ungeeignet. Schwer zugängliche Stellen lassen sich dank präzisem Epilationskopf sehr gut erreichen. Um die Augenbrauen zu formen nutze ich aber lieber die Pinzette.
Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis finde ich angemessen. Für ca. 60€ bekommt man ein Komplettpaket, das qualitativ hochwertig aussieht, sich so anfühlt und dauerhaft gut funktioniert. Lediglich die Folgekosten sind nicht zu vernachlässigen. Für Bürsten und Batterien fallen ca. 30€ p.a. an.
Und obwohl ich einen aufladbaren Akku im Gerät bevorzugt hätte, vergebe ich trotzdem 5 Sterne.


Yolante
Yo ist Yo – hier und anderswo




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