Freitag, 21. August 2015

Mit Licht Haare entfernen

Philips Lumea SC2001 IPL Haarentfernungsgerät








Egal, ob Sommer oder Winter: meine Kinder fragen mich fast jeden Tag, wann wir wieder ins Schwimmbad gehen. Sobald wie möglich natürlich. Und damit ich auch eine gute Figur mache, ist es wichtig, glatte Beine zu haben, ohne Stoppeln, gleiches gilt für Achseln, denn es gibt nichts Schlimmeres als schlecht rasierte Achselhöhlen. Bisher habe ich mich entweder rasiert oder epiliert. Rasieren ist zwar schmerzfrei, aber dafür nicht so nachhaltig. Epilieren tut weh, ist aber effektiver. Aber unter den Achseln epiliere ich mich dann doch äußerst ungern, es ist einfach zu schmerzvoll. Eine Alternative scheint die IPL-Technologie zu sein, die mit Lichtimpulsen die Haarwurzel in eine Art Ruhephase versetzt und somit das Haarwachstum verlangsamt. Bisher gab es diese Haarentfernungsmethode nur für teures Geld in Kosmetikstudios, aber seit letztem Jahr ist die Technologie auch für den Hausgebrauch nutzbar. Und zwar unter anderem mit dem
Lumea von Philips

Von dem Gerät habe ich durch einen Verbrauchertest bei TRND erfahren. Ich war zwar nicht unter den Testern, habe aber die Berichte und Ergebniss gespannt verfolgt und wusste: den will ich auch. Das ist eine echte Innovation.
Anfangs war ich noch skeptisch, ob das wirklich funktionieren würde, aber nach einer Weile war ich echt überzeugt. Dank einer Geld-zurück-Garantie des Herstellers hat mir mein Mann den Lumea geschenkt. Da war ich sehr beeindruckt.


Was genau ist der Lumea ?

Lumea ist ein Gerät zur dauerhaften Haarentfernung, basierend auf der IPL-Technologie. IPL steht für Intensed Pulsed Light. Dabei werden die Haarwurzeln mit leichten Lichtimpulsen behandelt. Das führt dazu, dass die Haare ausfallen, gleichzeitig wird das Nachwachsen neuer Haare gehemmt. Somit erhält man ein dauerhaft glattes Ergebnis.

Zunächst war ich skeptisch, ob das auch wirklich funktioniert. Am Anfang bedarf es mehrerer einzelner Anwendungen über mehrere Wochen hinweg, bevor man ein gutes Ergebnis sieht. Da muss man schon viel Geduld mitbringen. Aber die hatte ich. Nach inzwischen drei Monaten regelmäßiger Anwendung muss ich mich nicht mehr rasieren oder epilieren. Ich nutze einfach den Lumea und die Haut bleibt glatt. Inzwischen kostet es manchmal sogar Überwindung, das Gerät herauszuholen, um das Ergebnis zu erhalten, weil der Eindruck entsteht, man müsse die Anwendung nicht wiederholen. Die Haut sieht nämlich nach zwei Wochen immer noch glatt aus. Insgesamt ist die Anwendung aber einfacher und weniger zeitintensiv als die Epilation oder Rasur.


Anschaffung

Mein Lumea war ein Geschenk meines Mannes. Er kostet normalerweise 499 €. Das erscheint auf den ersten Blick viel. Und das ist auch teuer, aber die Anschaffung lohnt sich. Denn eine Behandlung mit der IPL Technologie kostet im Kosmetikstudio um die 200 € und muss auch regelmäßig wiederholt werden. Man bekommt den Lumea im Internet bei diversen Händlern, zum Beispiel bei Amazon. Man kann ihn aber auch im Einzelhandel erwerben. Die Kosten sind ähnlich. Mein Mann hat das Gerät bei Karstadt gekauft.




Zubehör:

Beim Kauf erhält man den Lumea, ein Ladegerät, ein Reinigungstuch und eine Tasche. Außerdem enthält das Set zwei Anleitungen, eine Kurzanleitung und eine ausführliche Bedienungsanleitung mit vielen Hinweisen zu Sicherheit und der Technologie an sich. Im Paket enthalten ist auch eine DVD mit einer Einführung zur Bedienung. Weiterhin erhält man eine Karte, mit der man sich ein Glätteisen von Philips bestellen kann, wenn man sich auf der Homepage registriert.
Insgesamt finde ich das Zubehör nicht allzu umfangreich und ich hätte für den hohen Preis etwas mehr erwartet. Zum Beispiel keine Softtasche, sondern ein Hardcase, welches das Gerät besser schützt. Sollte der Lumea einmal mit der Stofftasche herunterfallen, könnte es durchaus sein, dass er kaputt geht. Allerdings ist die Softtasche in sanftem lila sehr platzsparend und der Lumea lässt sich gut verstauen. Und weich ist die Tasche auch, sie sieht glänzend und seidig aus.


Design und Aufbau:

Der Lumea erinnert ein wenig an einen Reisefön. Er ist kleiner als ich erwartet hatte, doch relativ schwer, aber handlich. Der Griff ist lang, daran angebracht ist sind nur drei Taster, ein An/Aus Schalter und zwei Wipptasten zum Einstellen der Lichtintensität. Das macht auch die Bedienung verdammt einfach. Über den Tastern sind fünf LEDs angebracht, die die jeweils eingestellte Lichtstärke kennzeichnen. Weiter oben am Griff gibt es eine weitere Taste, die dem Auslösen der Impulse dient. Dieser Taster ist gut angebracht, so dass die Bedienung einfach und schnell funktioniert.
Am Kopf befindet sich das Lichtaustrittsfenster, darüber ein abnehmbares Fenster mit Kontaktschaltern, die der Sicherheit dienen. Auf der Oberseite befinden sich Lüftungslöcher.

Ich finde sowohl das Design als auch den Aufbau des Gerätes modern und einfach. Man muss nicht in der Bedienungsanleitung blättern, um die Anwendung zu verstehen. Die Anleitung ist wesentlich wichtiger, um den richtigen Einsatz zu gewährleisten. Die Anwendung ist kinderleicht und das Gerät ist wie für den Hausgebrauch gemacht. Das klappt noch besser als mit einem Epiliergerät. Der Lumea ist zudem relativ klein und somit leicht zu verstauen, es wird keine große Ladestation benötigt wie zum Beispiel bei dem Konkurrenzgerät von Remington. Und die kabellose Anwendung macht einfach flexibel.









Qualität der Bauteile:

Die Verarbeitung ist hervorragend, ganz so wie ich es mir von Philips wünsche, Markenware eben. Der Kunststoff ist glatt und fühlt sich hochwertig an. Es gibt keine harten Übergänge oder Kanten. Alles ist abgerundet. Die Sicherheitskontakte am Fenster sind leichtgängig, aber nicht klapprig. Auch die Schalter und Taster sind hochwertig, sie lassen sich leicht drücken, leiern aber nicht aus. Es ist nur ein ganz leichter Druck nötig, um die Lichtintensität eine Stufe höher zu schalten, ohne dass man gleich mehrere Stufen erhöht, weil man zu lange oder zu stark gedrückt hat.


Funktionsweise:

Der Lumea gibt Lichtimpulse ab, die von der Haarwurzel aufgenommen werden und diese in eine Art Ruhezustand, in eine Schlafphase versetzen. Dadurch wird das Haarwachstum verlangsamt. Somit bleibt die Haut lange glatt, ohne Stoppeln. Die nachwachsenden Haare sind feiner als vorher. Der Grundgedanke ist also ein ganz anderer als bei Rasur oder Epilation, und das Ergebnis ist länger anhaltend.

Die Technologie nennt sich IPL - Intensed Pulsed Light - und wird schon seit längerer Zeit in Kosmetikstudios angewandt. Dass diese Innovation jetzt auch für den Hausgebrauch zu haben ist, hat mich begeistert. Die Vorteile liegen auf der Hand, allen voran die schmerzfreie Enthaarung. Die Methode muss alle zwei bis vier Wochen angewendet werden, um ein dauerhaftes Ergebnis zu erreichen. Die Intervalle ähneln denen bei der Epilation und sind wesentlich länger als bei einer Rasur.

Die Methode kann allerdings nicht bei allen Haar- und Hauttypen angewendet werden. Bei weißen, roten und hellblonden Haaren funktioniert die Methode nicht, diese Haare können nicht genügend Lichtenergie aufnehmen, um in die Schlafphase versetzt zu werden. Außerdem ist die Anwendung auf besonders dunkler Haut nicht möglich. Alle anderen Haar- und Hauttypen können Lumea aber relativ unbedenklich anwenden, spricht, dunkelblonde bis braune oder schwarze Haare auf heller oder leicht gebräunter Haut sind bedenkenlos lumea-geeignet.



Erfahrungen:

Zunächst war ich unsicher, ob der Lumea für den Hausgebrauch auch wirklich funktionieren kann. Und ob die Haarentfernung tatsächlich dauerhaft ist. Dann hat mir mein Mann auch noch Berichte vorgelesen, dass es nur wirkt, wenn es schmerzhaft ist, und das man noch Zubehör wie Schutzbrillen braucht und ähnliche Geschichten. Ich habe mich aber nicht abschrecken lassen, sondern wollte mich selbst überzeugen. Und ich bin mehr als zufrieden und möchten den Lumea nicht mehr hergeben.

Um einen guten Eindruck zu gewinnen, habe ich zunächst nur je eine Seite behandelt, um das Ergebnis über ein paar Wochen miteinander vergleichen zu können. Das heißt, ich habe die ersten paar Mal nur die linke Achselhöhle enthaart, sowie den linken Unterschenkel. Und erst als klar war: JA, das funktioniert tatsächlich und ist nicht nur Einbildung, habe ich dann angefangen, regelmäßig alle zu enthaarenden Körperteile zu behandeln.

Nach der ersten Anwendung konnte man noch nicht allzu viel erkennen. Die Haare wuchsen noch immer. Aber bereits nach der zweiten Anwendung war ein deutlicher Unterschied zu sehen gegenüber den unbehandelten Stellen. Darüber war ich sehr froh. Musste ich mich anfangs zuvor rasieren, waren nach wenigen Wochen so wenig Haare übrig, dass es genügte, die glatten Stellen mit dem Lumea zu behandeln.
Das Prinzip ist einfach und die Wirkung hoch. Die Beine bleiben länger glatt. Allerdings muss man die Behandlung alle 2-4 Wochen wiederholen, um das dauerhafte Ergebnis zu erreichen. Das kann manchmal nerven, weil man den Eindruck hat, die Beine seien noch glatt. Aber wenn man die Behandlung längere Zeit aussetzt, wachsen die Haare natürlich wieder schneller nach. Aber es lohnt sich.

Der Zeitaufwand ist relativ hoch. Eine Akkuladung reicht für ca 15 - 20 Minuten Anwendung. Wenn man mit der Zeit die Lichtblitze geschickt platziert, reicht diese Zeit für einen Unterschenkel, danach muss der Akku erst wieder 2 Stunden lang geladen werden. Die Akkuleistung finde ich etwas zu kurz, für zwei Unterschenkel sollte es schon ausreichen. Aber ich habe mir mit der Zeit eigene Zeitintervalle gesetzt, so behandle ich 14-tägig beide Achselhöhlen und einen Unterschenkel, dann kommt man mit einer Akkuladung gut aus.

Die Anwendung geht gut von der Hand. Man setzt das Gerät auf und drückt den Auslöser. Die Lichtblitze lassen sich nur auslösen, wenn alle Kontaktschalter betätigt sind und das Gerät im 90° Winkel aufgesetzt wurde. Dadurch wird gewährleistet, dass die Augen durch das Licht nicht geschädigt werden. Denn man kann so nicht in die Lampe hineinschauen, und die Lichtblitze, die man wahrnimmt, sind nur Reflektionen, die unschädlich sind. Damit hat Philips Lumea gleich den entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Anbietern der gleichen Technologie. Bei dem Gerät von Remington zum Beispiel muss man noch eine teure Schutzbrille dazukaufen. Das fällt hier weg. Er ist zwar in der Anschaffung teurer, aber dafür spart man sich Rasierklingen und Enthaarungscreme. Diese Hilfsmittel sind nur am Anfang der Anwendung nötig.

Die Intensität der Lichtblitze kann in fünf Stufen eingestellt werden. So kann man schmerzfrei alle Körperstellen luminieren, auf die man das Gerät im 90° Winkel aufsetzen kann. In den Achselhöhlen ist das manchmal schwierig, aber mit der Zeit findet man die richtige Technik. An emfpindlichen Stellen verwende ich eine niedrigere Intensität. Ist die Stärke der Lichtblitze zu hoch eingestellt, wird es heiß auf der Haut. Dann schaltet man einfach eine Stufe zurück. Verbrennungen hatte ich bisher keine, auch keine Schmerzen. Die Methode ist tatsächlich schmerzfrei. Auch an empfindlichen Stellen wie im Bikinibereich kann man so sehr komfortabel seine lästige Körperbehaarung loswerden.


Fazit:

Das Ergebnis nach der Anwendung des Lumea ist dauerhaft und schön. Man sieht keine dicken Stoppeln, es gibt keine Blicke auf schlecht rasierte Achselhöhlen. Und wenn nach einer Weile Haare nachwachsen sind diese weich und fein statt stoppelig, so als würden sie gerade zum ersten Mal herauswachsen. Das Ergebnis ist toll.
Die Anwendung erfordert allerdings etwas Fingerspitzengefühl und Geduld, aber das lohnt sich. Wer schön sein will muss eben leiden. Und die Leidenstoleranz beschränkt sich hier wirklich nur auf die Geduld. Schmerzen gibt es so gut wie keine. Daher kann ich die Methode und das Gerät nur empfehlen, auch wenn es fast 500 € kostet - ES LOHNT SICH.
Die Akkulaufzeit beschränkt ich auf 15-20 Minuten Betriebsdauer, aber meistens reicht das, um ein Körperteil zu behandeln. Ich kann den Lumea nur empfehlen.

Yolante
Yo ist Yo - hier und anderswo






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