Mittwoch, 2. Dezember 2015

Nomad Touarec 5 Air - Yolante hat's getestet

Hallo,

ein Camping-Artikel im Winter? Warum nicht? Jetzt sind Zelte günstiger als in der Saison.

Im Jahr 2010 haben wir unseren Sommerurlaub zum ersten Mal auf dem Campingplatz verbracht. Gleichzeitig war es das erste Mal, das wir mit den Kindern campen waren. Und da wir damals schon planten, das öfter zu tun, haben wir uns ein Zelt angeschafft, das hoffentlich ein paar Jahre übersteht.  Unsere Entscheidung fiel auf das



Nomad Touarec 5 Air





Auswahl:

Es war für uns nicht so leicht, ein geeignetes Zelt zu finden. Die Auswahl an Zelten ist riesig und ohne Erfahrung beim Camping war es nicht einfach, ein passendes Modell zu finden. Man kann beim Zelt von billig bis teuer, groß und klein, PVC oder Baumwollstoff, leicht oder schwer alles finden. Was nehmen ? Zunächst wollte ich ein Zelt anschaffen, das billig war. Für gerade 179,- € habe ich ein Angebot bei Sine entdeckt, für ein 4 Mann Zelt, das eigentlich reichen würde. Es gibt Zelte in der Größe bereits ab 79,- €. Für uns kam das aber nicht in Frage. Wir wollten unseren Jahresurlaub darin verbringen und da musste es auch komfortabel sein, wir wollten uns schließlich nicht urlaubsreif schlafen. Nach und nach kamen wir dahinter, was beim Zeltkauf wichtig ist. Und mit dem neuen Wissen haben wir uns dann für ein teures Modell entschieden, das verspricht, lange zu überdauern, auch wenn es mal einen Sommer im Keller liegt.


Bei der Auswahl sollte man einige Punkte beachten.
  • Will man nur ein einziges Mal zelten, kann es durchaus ein günstiges Modell sein, dann sollte man lieber mehr in Luftmatratzen investieren.
  • Will man dort zelten, wo es kalt und regnerisch ist, kommt ein PVC Modell eher in Frage als ein Baumwollzelt
  • In heißen Gegenden ist es besser, sich für ein technical cotton Modell zu entscheiden
  • Bei einem PVC Modell müssen die Reißverschlüsse und Nähte nachimprägniert werden
  • Bei Baumwollmodellen dichten die Nähte zusätzlich ab, weil die Baumwollfäden aufquellen
  • Man sollte auf Bequemlichkeit achten. Ein Zelt, in dem man nicht stehen kann, macht den Urlaub schnell zur Hölle, wenn es tagelang regnet, Höhe ist meiner Meinung nach alles
  • Man sollte gut überlegen, was einem beim Zelturlaub selbst wichtig ist, und danach sein Zelt auswählen, soll es eher billig sein, oder eher komfortabel, warm oder kühl ?

Nachdem wir uns zunächst bei den billigen Zelten umgesehen hatten, wurde schnell klar, die Qualität ist nicht für Jahre geeignet. Wir wollten aber ein Zelt haben, das wir über mehrere Jahre benutzen können, und das auch mal ein Jahr lang im Keller bleiben kann, ohne kaputt zu gehen. Da wir in Deutschland im Sommer zelten wollten, haben wir uns für ein Baumwollmodell entschieden. Dieses war in der Anschaffung teurer als ein PVC Modell, verspricht aber länger zu halten. Ein PVC Modell wird eher spröde und undicht, wenn es über längere Zeit eingelagert wird. Mit einem Baumwollmodell kann man das hinauszögern oder gar ganz umgehen. Aber auch da gibt es Unterschiede.
Außerdem sollte man sich Gedanken über die Form machen. Möchte man lieber ein Kuppelzelt, oder ein Tunnelzelt. Man kann sich totentscheiden.
Wir haben uns letztendlich für dieses Modell entschieden:

Nomad Touarec 5 Air

5 Personen Familienzelt mit verschiedenen Kombinations- und Erweiterungsmöglichkeiten und
· riesiger Wohnraum mit Fenstern
· zwei kleine Innenzelte mit jeweils einem Hinterausgang
· Ring-Pin-System
· Kombifenster (teilweise Kunststoff, teilweise Gaze)
· Organizerfächer im Innenzelt
· RV-Öffnungen für Elektrokabel
· Reißverschluss zur Befestigung eines einzippbaren Zeltbodens

· Größe: 686 x 270 cm
· Höhe 205 cm
· 2 Schlafräume á 2,70m x 2,20m Grundfläche
· Mittelteil: 1,80m x 2,70m x 2,05m (LxBxH)
· Packmaß: 88 x 35 cm + 70 x 20 cm
· Anzahl Personen: 5
· Außenzelt: Unbeschichtetes, atmungsaktives, wasserabweisendes Technical Cotton (T/C) 65% Polyester/ 35% Baumwolle
· Innenzelt: Wasserabweisend, atmungsfähig, Mischgewebe
· Bodenmaterial: Nahtbandversiegeltes, PU-beschichtetes 210D Oxford Polyester, 5000 mm
· Zeltstangen: DAC 18.5 & 16 mm Aluminium
· Heringe: Aluminium V-Profil (je 13 g)
· Gewicht: 23,9 kg + 7,6 kg




 



Das Touarec 5 ist sehr flexibel, es kann brennende Sonne genauso vertragen wie lange Regenzeiten und starken Wind.



Die Schlafbereiche sind variabel, eine Seite hat ein großes 3-Personen-Innenzelt, auf der anderen Seite sind zwei 1-Personen-Innenzelte eingehängt. Wir haben mit unseren zwei kleinen Kindern zu viert im 3-Personen-Raum geschlafen und das Platzangebot war ausreichend, so dass wir es trotz Überfüllung alle bequem hatten. Für vier Erwachsene wäre das Innenzelt aber definitiv zu klein.
Die Innenzelte sind schnell ein- bzw. ausgehängt, so dass man bei Bedarf die zwei kleinen Innenzelte oder auch nur eines aushängen kann und damit einen riesigen Wohnraum schafft. Wir haben die zwei kleinen Innenzelte quasi als Kinderzimmer benutzt, so hatte jeder eine Rückzugsmöglichkeit.
In der Mitte entsteht ein großzügiger Aufenthaltsbereich, in dem locker Tisch und Campingstühle Platz haben. Dort kann man auch mal eine längere Regenperiode überstehen. Die Fenster schaffen dann trotzdem Licht und Gemütlichkeit. Die Fenster sind gleichzeitig mit Moskitonetzen versehen und lassen sich so zum Lüften öffnen. Damit hält man sich nachts die Mücken vom Leib und der Luftaustausch ist gewährleistet.
Im Urlaub ist es unerlässlich, Stauraum zu haben. Dazu gibt es in den Innenzelten eingehängte Organizer-Fächer. Das finde ich unerlässlich und mehr als praktisch. Außerdem macht es die Öffnung für den Stromanschluss leicht, sich auf dem Campingplatz mit Fernsehen oder ähnlichem zu versorgen. 




Material:

Die Zelthaut besteht aus einem Baumwollstoff, der Technical Cotton genannt wird. Dieser Stoff ist atmungsaktiv, aber dennoch wasserabweisend. Daher ist er besonders geeignet für unsere Klimazone. Nomad benutzt für seine Zelte ökologisch vertretbare Baumwolle, d.h. es werden kaum Kunstdünger und Insektizide beim Anbau verwendet.
Der Stoff fühlt sich fest an, er macht einen hochqualitativen Eindruck. Beim Auspacken raschelt es ein wenig. Die Oberfläche ist glatt. Ich hatte gleich beim ersten Auspacken das Gefühl, etwas hochwertiges in der Hand zu halten.
Die DAC-Zeltstangen sind aus Aluminium und haben ein hervorragendes Kraft- Gewichtsverhältnis. Sie gleiten problemlos durch die Führungen und bieten bei starkem Wind hohe Stabilität.
Sie lassen sich leicht zusammenstecken und man merkt ihr Gewicht kaum. Das ist gerade beim Aufbau viel Wert.





Aufbau:
Um das Zelt aufzubauen, sollte es nicht länger als eine halbe Stunde dauern, laut Verkäufer. Aber bevor wir in Urlaub gefahren sind, haben wir an einem Wochenende zur Probe gezeltet und alles probiert. Der Aufbau hat auf jeden Fall längere Zeit in Anspruch genommen. Das lag daran, dass man beim Ersten Mal nicht genau weiß, wie das System funktioniert. Wir mussten mit der Anleitung arbeiten und jeden Schritt einzeln durchgehen. Und bis die vielen Heringe in den Boden geklopft waren, verging auch noch viel Zeit. Man sollte mit etwa einer Stunde rechnen.
Normalerweise ist es sogar möglich, das Zelt alleine aufzubauen. Aber erfahrungsgemäß geht es schneller und leichter, wenn man helfende Hände hat oder zumindest zu zweit ist. Und bei starkem Wind ist der Aufbau alleine nur extrem schwer möglich. Auf dem Campingplatz finden sich aber immer Helfer, es sollte kein Problem sein, das Zelt schnell aufzubauen. Nur trocken sollte es sein.
Zunächst werden die Stangen zusammengesteckt, was einfach und schnell geht. Das hat unsere 5-jährige Tochter gemacht. Die Stangen sind farblich gekennzeichnet, so dass man leicht unterscheiden kann, in welche Tunnelführung sie hinein kommen. Die Stangen in der Mitte sind dicker und stabiler als die beiden äußeren Stangen. Man beginnt beim Aufbau am besten in der Mitte. Dazu werden die Stangen zum U gebogen und am Boden wird einfach ein Stift in einen Ring gesteckt und schon ist der erste Bogen fertig. Die anderen Stangen sind dann nur noch eine Frage der Zeit.
Der nächste Schritt ist das ausrichten. Man befestigt zunächst eine Stange und richtet dann die andere Mittelstange parallel dazu aus. Das geht recht einfach, weil am Boden rote Zugbänder befestigt sind, mit deren Hilfe man leicht eine rechteckige Grundfläche ausrichten kann. Wenn der Mittelteil erst mal steht, ist es ein leichtes, die äußeren Stangen zu befestigen und das Zelt mit Hilfe der Seile und Heringe zu spannen. Wichtig ist, dass am Boden und an den beiden äußeren Enden alles fest ist, dann kann man in aller Ruhe rund ums Zelt die Heringe in die Erde klopfen und am Ende mit den Seilen alles gut spannen.
Der Aufbau ist recht einfach, erfordert aber dennoch etwas Übung. Man ist aber schnell fertig und verzweifelt nicht. Das System ist durchdacht.
Die Anleitung macht das Aufbauen nachvollziehbar, nach dem ersten Mal, kann man es auswendig. Toll finde ich, dass die Anleitung in die Tasche eingenäht ist, sie kann somit nicht verloren gehen.
Beim Aufbau gibt es ein paar Punkte zu beachten. Wenn man das tut, wird der Urlaub sicher auch zum Vergnügen:
- möglichst ebenen Platz suchen
- Stellen meiden, wo sich bei Regen Pfützen bilden können
- Steine, Zweige, Zapfen usw. entfernen, um Beschädigungen des Zeltbodens zu vermeiden
- ein Tunnelzelt immer mit der Vorder- oder Rückseite in Windrichtung aufstellen
- Sicherheitsabstand zu Bäumen und Sträuchern einhalten
- Die Verstellbänder sollten vor dem Aufbau so weit wie möglich gelockert werden
- Darauf achten, dass die Bänder nicht verdreht sind
- Den Boden einzippen, bevor das Zelt gespannt wird
- Reißverschlüsse vor dem Spannen schließen
- Innenzelte zum Schluss aufhängen




Wir haben die Innenzelte drin gelassen. Es wäre aber schnell und einfach möglich, sie auszuhängen, weil das Stift-Ring-System das Einhängen wunderbar leicht macht.



Abbau:

Der Abbau geht viel schneller als der Aufbau, dennoch sollte man einige Punkte beachten, damit das Zelt bei Verstauen nicht kaputt geht.
- das Zelt muss absolut trocken sein, damit sich kein Schimmel bildet
- Reißverschlüsse lässt man am besten offen, damit nichts spannt
- Schmutz und Sand entfernen
- Als Erstes Innenzelte und Boden entfernen
- Zum Zusammenlegen das Zelt auf die Seite legen und zu einem Rechteck zusammenfalten, zum Schluss einrollen
Es ist nicht schwer, das Zelt wieder in der Tasche zu verstauen. Zum Schluss muss man vielleicht ein bisschen drücken, aber die Tasche ist großzügig bemessen.



Design:

Das Zelt macht auf dem Platz was her. Es wirkt riesig und die braune Farbe fügt sich gut in die Landschaft. Es ist nicht auffällig, das helle braun und beige sehen natürlich aus. Durch die vielen Klarsichtfenster sieht es nach einem richtig gemütlichen Wohnraum aus. Die Schnüre sind rot, so kann man sie tagsüber ganz gut sehen. Und die Tunnelform verschafft einem zudem auch vor dem Zelteingang einen großen Platz zum Sitzen. Mir gefällt die Farbe gut, weil sie so unauffällig ist. Außerdem passen Material und Farbe gut zusammen. Es sieht ein bisschen sandig aus und erinnert mich tatsächlich an die Touarec, die sich in der Wüste tummeln. Die Tunnelform sieht außerdem modern aus und verschafft in der Mitte viel Platz. Die Innenzelte sind so konzipiert, dass man auch darin stehen kann.
Im Innenraum sieht das Zelt raffiniert aus, durch die schönen Reißverschlüsse an den Fenstern und auch durch die Fenster generell entsteht der Eindruck wie in einem Wohnzimmer. Es lädt ein. Das einladende Design war zum Schluss mit ein Grund, warum wir uns für das Touarec 5 entschieden haben.



Preis:

Nomad Zelte zählen zu den Mercedes unter den Zelten. Die hohe Qualität des Materials und dessen Verarbeitung sowie die Funktionalität haben ihren Preis. Stolze 899,95 € haben wir bezahlt. Natürlich erscheint das auf den ersten Blick ziemlich viel Geld, aber dafür bekommt man eine echt gute Qualität, Größe und geringes Gewicht, außerdem einen funktionalen Stoff, der bei Kälte den Innenraum warm hält und bei Hitze eine gewisse Kühle im Innern erhält. Der Preis hat auch durchaus seine Berechtigung, wenn man bedenkt, dass man keine zusätzliche Imprägnierung benötigt, die Nähte sind auch aus Baumwolle und dichten durch Aufquellen bei Regen zusätzlich ab.
Außerdem überzeugt das Zelt durch die Längere Haltbarkeit bei Nichtgebrauch, die Zeltwand wird nicht spröde wie zum Beispiel bei einer PVC-Außenhaut. Dadurch kann das Zelt auch mal ein paar Sommer eingelagert bleiben und ist danach immer noch dicht. Das Zelt bietet Größe und Komfort, der uns im Urlaub wichtig ist, auch auf dem Campingplatz. Und daher hat der Preis durchaus seine Berechtigung. Auch wenn die Reißverschlüsse an den Innenzelten zunächst billig wirkten im Hinblick auf den Preis, so lassen sie sich doch leicht öffnen und schließen und man hat nicht den Eindruck, dass sie schnell kaputt gehen. Allerdings hätte ich bei dem Preis stabilere Heringe erwartet. Die Alu-Heringe sind nur für Grasboden geeignet und machen einen billigen Eindruck. Da hätte ich für den Preis mehr erwartet.
Im Vergleich: Die PVC-Variante kostet zwischen 699 € und 835 €, dort hat man aber einen wesentlich geringeren Luftaustausch und im Sommer kann es heiß und stickig werden. Die knapp 200 € für den Technical Cotton lohnen sich im Zweifelsfall.





Reinigung und Pflege:
Normalerweise muss man das Zelt nicht zusätzlich abdichten. Es ist lange dicht. Wenn man doch einmal einen Nahtdichter verwendet, dann sollte der an der Innenseite des Außenzeltes angebracht werden.
Das Zelt darf niemals in feuchtem Zustand eingepackt bleiben, sonst bildet sich Schimmel und es geht kaputt, wird undicht und damit unbrauchbar. Wenn man bei Regenwetter abreist, sollte das Zelt nicht länger als 24h in der Tasche bleiben, dann muss man es zum Trocknen aufhängen.
Beim Aufbau sollte man darauf achten, das Zelt nicht direkt unter Bäume zu stellen. Manchmal tropft Harz herunter, und diese Harzflecken lassen sich nicht entfernen. Außerdem sollte auch unmittelbare und längere Sonneneinstrahlung vermieden werden.
Ansonsten gibt es bei der Pflege nicht allzu viel zu beachten. Bevor man das Zelt abbaut und einpackt, tut man gut, es abzubürsten und Vogelkot zu entfernen. Man nimmt dafür einen Lappen und lauwarmes Wasser, oder eine weiche Bürste.
Auch Wassertropfen können so abgewischt werden.



Sonstiges:
Wir haben das Zelt bei Globetrotter in Frankfurt gekauft. Wir wurden dort hervorragend beraten. Das hat letztendlich auch dazu geführt, dass wir uns gleich am Anfang für ein hochwertigeres Zelt entschieden haben.
Nomad gewährleistet auf seine Zelte 2 Jahre Garantie.
The Nomad Company BV
6902 PK Zevenaar
Die Niederlande
Tel: +31 316 583 500
Fax: +31 316 583 535




Meine Meinung:


Das Nomad Touarec 5 ist zwar in der Anschaffung teuer, hat aber ein ausgeglichenes Preis-Leistungsverhältnis. Für 899,- € bekommt man einen sehr hochwertigen Stoff, der recht schnell trocknet und sich gut abbürsten lässt. Die Baumwolle fühlt sich hochwertig an und die Reißverschlüsse am Außenzelt sind sehr stabil, auch wenn es mal spannt.
Außerdem ist das Design sehr modern und farblich dezent. Die großen Fenster und Öffnungen machen das Zelt gemütlich und man kann auch bei längeren Regenperioden sich längere Zeit im Zelt aufhalten. Der Boden muss allerdings extra bestellt werden, das hätte man noch mit dem Zelt kombinieren können. Der Boden kostet nochmal 169,95 € extra. Da gibt es günstigere Alternativen. Wir haben zum Beispiel einfach einen großen Zeltteppich benutzt. Der Boden hat aber auch Vorteil. So kommt Ungeziefer nicht so leicht ins Zelt und die Zugluft wird verringert, das ist vor allem in kalten Nächten sehr angenehm. Im Sommer ist man aber auch mit einem Teppich auf der sicheren Seite.
Das Zelt ist bei heißen Temperaturen gut belüftet, es wird aber trotzdem sehr warm. Der Tunnel kann zu beiden Seiten geöffnet werden, so dass man eine bessere Belüftung erreicht.
Beim Aufbau muss man darauf achten, die Stangen weit genug zu biegen, sonst hängt der Stoff zu hoch und es kommt Zugluft ins Zelt, außerdem läuft Wasser hinein. Der richtige Aufbau ist zwar schnell gemacht, erfordert aber etwas Übung. Bei Wind sind helfende Hände unerlässlich. Man kann es aber auch alleine schaffen.
Von der Qualität der Heringe hätte ich mir mehr erwartet. Es sind einfache Alu-Stifte, die sich bei harten Hammerschlägen schnell verbiegen. Für fast 900 € hätte ich hier mehr Qualität erwartet. Auch die Spannseile lassen zu wünschen übrig. Es erfordert viel Geschick, sie zu spannen, und die Verschlüsse sind nicht unbedingt hochwertig. Außerdem kann man sie nicht einfach nur verschieben, man muss knobeln und fummeln, bis sie in der richtigen Position sind.
Auf- und Abbau gehen leicht, die Stangen sind leicht und einfach zu verbiegen. Beim Abbau muss man nur darauf achten, dass man sie herausschiebt und nicht daran zieht. Außerdem ist das Zelt schnell verstaut und man kriegt es problemlos wieder in die Tasche.
Wir sind sehr zufrieden mit dem Zelt und haben es nicht bereut, so viel Geld ausgegeben zu haben. Es ist leicht, sieht gut aus und man bekommt ein komfortables Gefühl im Urlaub. Die vielen Innenfächer und Möglichkeiten, das Zelt zu erweitern runden das Ganze ab. Ich kann es nur weiterempfehlen. Einziges Manko: An einigen Stellen lässt die Qualität zu wünschen übrig und steht nicht im Preis-Leistungsverhältnis (kein Boden, Heringe unstabil, Spannstricke). Stoff und Dichtigkeit sind aber unschlagbar, und das Zelt verspricht lange zu halten. Außerdem kommt kaum Ungeziefer rein. Wir hatten eine Woche lang nur ein paar Grashalme im Schlafraum.
Das Zelt kühlt sich nachts gut ab, so dass man in lauen Nächten gut schlafen kann. Die Luftzirkulation ist durch die Mash-Fenster gut gewährleistet. Wir hatten im Schlafraum nur wenig bis gar kein Kondenswasser, obwohl wir zu viert darin geschlafen haben. Außerdem kühlt sich das Zelt im Schatten nach einem heißen Sommertag gut ab. Will man in warmen Gegenden zelten, liegt hier der große Vorteil gegenüber einem Zelt aus PVC. Das Zelt ist dicht, und hält Regen lange ab. Dagegen trocknet es in der Sonne innerhalb weniger Stunden vollständig ab. Das Zelt sieht gut aus, ist großzügig, bietet Platz und bei Regenwetter kann man den riesigen Wohnraum nutzen. Die kleinen Innenzelte sind schnell ausgehängt und somit schnell Platz geschaffen. Außerdem hat man viele Ausgänge, so dass man bequem ein und aussteigen kann. Ich freue mich schon auf den nächsten Campingurlaub. Mit dem Zelt von Nomad muss man auch beim Camping-Urlaub nicht auf Komfort verzichten. Und das Wohlgefühl im Zelt überwiegt einfach alles.

Liebe Grüße
Yolante

Yo ist Yo - hier und anderswo




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