Donnerstag, 25. August 2016

Buch- Rezension: Ein Akt der Verzweiflung von Jörg Fockenbrock


Ein guter Debütroman

 

Hallo, 

Lesen hilft, vom Alltag abzuschalten, ganz besonders, wenn man bei der Lektüre mitfiebern und sich in die Figuren hineinversetzen kann. Ich habe gerade ein Buch von Jörg Fockenbrock zu Ende gelesen und möchte es Euch gerne vorstellen.

 

Ein Akt der Verzweiflung


Von Jörg Fockenbrock
Erschienen im April 2015
Bei Amazon
Kindle Edition 0,99€
Taschenbuch ISBN  978-1511829076
12,99€

Ich durfte das E-Book zu Rezensionszwecken kostenlos lesen.

 

Inhalt

Die Geschichte handelt von dem Rentner Ottmar Marzansky, der als Rechtsanwalt zwar längst in Rente ist, aber dennoch einen Fall übernimmt, der ihm persönlich am Herzen liegt.

Alles beginnt in Kyllerstal mit einem Überfall auf einen alten Mann, dem Ottmar zu Hilfe eilt. Dabei erkennt er einen ihm bekannten Jungen. Gleichzeitig geschieht ein Mord an einer jungen Mutter im nahegelegenen Park.

Als der Junge später bei Ottmar zu Hause auftaucht, denkt der zunächst, der Jugendliche will sich entschuldigen. Doch der geht auf ihn los. Die Polizei hatte den Jungen allerdings im Visier und konnte Schlimmeres gerade noch rechtzeitig verhindern. Der Junge, der seine Mutter verloren hat, ist der Sohn des Bäckers im Ort. Und dieser Bäcker bittet Ottmar, die Verteidigung des Jungen zu übernehmen, der auch den Mord begangen haben soll.

Ottmar stößt auf Widerstand. Vor allem die Polizei traut ihm die Verteidigung nicht so recht zu, weil er schon so alt ist. Zuletzt gerät er selbst in tödliche Gefahr. Aber er erweist sich dennoch als guter Detektiv und kann am Ende der Polizei helfen, den Mörder zu finden.

 

Schreibstil

Der Roman ist relativ leicht verständlich aufgebaut. Man kann die Hinweise, die zu Mord und Verstrickungen gemacht werden, gut nachvollziehen und mitraten, wer der Täter sein könnte.

Auch die Ortsbeschreibungen gefallen mir ganz gut. Ich kenne mich in der Eifel zwar nicht aus, aber es gelingt dem Autor, sich ein Bild von der Gegend zu machen.

Der Schreibstil ist einfach, ohne viel Fachgeschwafel, alles ist leicht verständlich, aber nicht langweilig. An einigen Stellen benutzt er eine etwas altmodische Sprache, vor allem im Dialog. Aber dies kennzeichnet auch teilweise die Figuren, so dass ich jederzeit sofort wusste, wer da spricht.

An einigen Stellen verwendet der Autor den Eifler Dialekt, der sich mir nicht immer ganz erschließt. Dennoch wird der Lesefluss nicht gestört, weil die entscheidenden Stellen immer im Hochdeutschen verfasst sind. Dialekt ja – aber die Verständlichkeit bleibt erhalten. Der Autor hat das gut gelöst, indem er den Protagonisten so beschrieben hat, dass er sich selbst als des Dialekts nicht mächtig sieht und dadurch an den entscheidenden Stellen erneut nachfragt. Das hat mir richtig gut gefallen.

 

Fazit

Der Krimi hat mich von Anfang an mitgezogen, obwohl ich eigentlich kein Fan von Regionalkrimis bin. Die Geschichte ist jederzeit nachvollziehbar. Einige Inhalte und Aussagen werden zwar wiederholt, aber das hat mir auch das Verständnis erleichtert, so dass ich es nicht als negativ empfunden habe. Ich konnte mir ein gutes Bild von den beschriebenen Orten machen und auch die Figuren waren speziell beschrieben und gut voneinander abgegrenzt. Auch der regionale Bezug wird deutlich. Teilweise war das Lesen etwas langatmig, man könnte viel mehr Tempo in die Geschichte bringen, aber in Anbetracht der Tatsache, dass der Protagonist ein alter Mann ist, passt es wiederum zu der Geschichte. Außerdem werden alle offenen Fragen abschließend geklärt. Der Krimi hat mir jedenfalls ein paar unterhaltsame Stunden bereitet. Ein gelungenes Debüt. Danke, dass ich es lesen durfte.

 

Bis bald

Kerstin alias Yolante
 
 

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