Dienstag, 29. August 2017

Garmin Forerunner 920XT Test

 
Ohne Sport-Uhr geht bei mir im Training gar nichts. Der Computer am Handgelenk motiviert mich zum Laufen, begleitet mich beim Radfahren und seit Neuestem auch beim Schwimmen. Leider ist mein Forerunner 305 defekt und nicht mehr im Handel erhältlich, deshalb musste ich mich für ein neues Modell entscheiden. Jetzt nutze ich den Garmin Forerunner 920XT.
 

Garmin Forerunner 920XT

 
Garmin Forerunner 920XT Test
Garmin Forerunner 920XT Test

 

 

Multisport-Uhr
GPS und GLONASS
ANT+,
Bluetooth,
WLAN
Beschleunigungssensor
Live Tracking
Smartphone Benachrichtigungen
Hoher Tragekomfort
Nur 61g
Zahlreiche Funktionen wie Geschwindigkeit, Schrittfrequenz, Kalorienrechner, VO2-max Berechnung, Laufprognose und Erholungsratgeber
 
Preis: zw. 320€ und 390€, je nach Modell und Anbieter
 

Kaufentscheidung und erster Eindruck

Da ich mit dem Forerunner 305 schon sehr verwöhnt war, was Umfang der Funktionen und Bedienbarkeit, Genauigkeit und Akkuleistung angeht, kamen für mich eigentlich nur zwei Modelle in Frage: die Uhr von Polar, Modell V800 oder eben der Garmin Forerunner 920XT. Zwar hat mich das Polar Modell auch überzeugt, aber hier hat es leider am Design gehapert. Das Display ist kleiner und die Uhr sieht an meinem dünnen Handgelenkt leider zu groß aus. Das Design und das Armband des Garmin Forerunner 920XT passen besser um ein schmales Handgelenk und er sieht deshalb weniger wuchtig aus. 
 

Design

Der Garmin FR 920XT ist in schwarz/blau sowie in weiß/rot erhältlich. Ich habe mich für das weiß-rote Design entschieden, das sieht weiblicher aus. Obwohl die Uhr recht groß ist, passt sie dennoch gut um mein dünnes Handgelenk. Außerdem ist sie nicht so wuchtig und durch das eckige Display können die Daten viel besser abgelesen werden als bei einer runden Uhr.


Garmin Forerunner 920XT Test
Garmin Forerunner 920XT


Garmin Forerunner 920XT Test
Garmin Forerunner 920XT


Garmin Forerunner 920XT Test
Garmin Forerunner 920XT
 
Das Armband wirkt auf den ersten Blick nur rot, aber die Innenseiten der Langlöcher sind ebenfalls weiß. Das sieht echt schick aus und der Kontrast wirkt stärker als bei dem blau/schwarzen Modell.
Die Knöpfe an der Außenseite sind silberfarben und haben eine geriffelte Oberfläche. Die beiden Knöpfe am unteren Rand sind weiß mit schwarzem Aufdruck. Alles fügt sich gut ins Gesamtbild.
 

Erstes Einschalten und Bedienung

Es dauert nur wenige Sekunden bis die Uhr nach dem Einschalten einsatzbereit ist. Auch der GPS Empfänger benötigt kaum Zeit bis er bereit ist. Das geht so schnell, dass man quasi sofort nach dem Einschalten loslaufen kann. Ich habe sogar in meinem Wohnzimmer Empfang. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber dem Vorgängermodell XT320 und gegenüber dem FR305.
Die Bedienung kann intuitiv erfolgen. Ich konnte alle Funktionen schnell erfassen und bin von Anfang an sehr gut damit zurechtgekommen. Die Menüführung hat nicht zu viele Ebenen und die Bezeichnungen der Unterpunkte sind immer eindeutig, so dass man schnell findet, was man sucht, egal, ob es sich um das Einstellen von allgemeinen Funktionen wie Uhrzeit und Displaydesign handelt oder um spezielle Punkte wie Trainingsprotokolle oder die Einstellungen der automatischen Rundenintervalle. Das Menü ist auch nicht zu umfangreich, so dass man eigentlich immer mit wenigen Klicks den gewünschten Unterpunkt findet.
 

Funktionen

Der Garmin FR 920XT kann nicht nur Trainings aufzeichnen, sondern bietet zahlreiche allgemeine und spezielle Funktionen, die das Training unterstützen. Besonders erwähnenswert ist nicht nur  der  Fitnesstracker, der die Uhr auch im täglichen Gebrauch zum Trainingspartner macht. Der Tracker zählt die Schritte und motiviert zu mehr Bewegung. Außerdem berechnet die Uhr die maximale Sauerstoffaufnahme pro Minute, den sog. VO2max Wert. Total super finde ich die Berechnungen der möglichen Wettkampfergebnisse in der Laufprognose, die alle zu erwartenden Laufergebnisse vom 5km-Lauf bis zum Marathon prognostiziert. Das erspart so manchem Läufer eine umfangreiche Analyse. Auch der Erholungsratgeber ist sehr hilfreich, wenn gleich die langen Wartestunden nach einem anstrengenden Training manchmal etwas sehr hoch gegriffen sind. Anfänger schützt das sicher vor Überlastung, erfahrene Läufer werden wohl hin und wieder darüber hinweg sehen.
Auch bei den reinen Trainingsfunktionen bleiben keine Wünsche offen. Der Garmin FR 920XT zeigt neben Geschwindigkeit/Pace und Timer auch die Herzfrequenz (Pulsgurt nicht im Lieferumfang enthalten, leider keine optische Pulsmessung), Schrittfrequenz, absolvierte Höhenmeter und allerlei weitere Werte. Es bleibt keine Funktion offen, die nicht eingestellt werden kann.
Die Runden können entweder automatisch gezählt werden, das klappt ab einem Kilometer, geht aber auch nur alle 2 oder alle 5 Kilometer. Das ist recht praktisch, wenn man Intervalltraining macht, weil man dann nicht auf die Uhr gucken muss. Die Konzentration auf das Training gelingt leichter – ein Riesenvorteil gegenüber dem alten FR305.
Intervalltrainings können ganz leicht an der Uhr voreingestellt werden. Die Intervalle sind individuell einstellbar, ebenso die zwischenzeitliche Erholungsdauer. Umfangreichere Trainings lassen sich bequem am Computer über Garmin Connect erstellen und auf die Uhr laden. So wird sogar ein mehrwöchiges Marathontraining auf der Uhr sichtbar.
Beim Schwimmen im Freibad erkennt das Gerät sogar die geschwommene Strecke, obwohl sich die Uhr hauptsächlich im Wasser befindet. Die zurückgelegte Strecke war ziemlich genau. Auch die Anzahl der Schwimmzüge stimmt. Außerdem lässt sie sich nach Gebrauch im Wasser gut abtrocknen. Es gibt kaum Stellen, an denen sich Wasser sammelt. Selbst die Schrauben bleiben wie neu. Sehr gut.
 

Genauigkeit

Zum einen wird das GPS Signal innerhalb weniger Sekunden empfangen. Selbst unter Bäumen oder zwischen Hochhäusern findet die Uhr das Signal erstaunlich schnell. Zusätzlich lässt sich der Standort dank GLONASS noch genauer bestimmen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn man im Wald läuft oder Schluchten durchquert. Die GLONASS Funktion ist nicht standardmäßig voreingestellt und muss manuell eingeschaltet werden.
Die Strecke wird sehr genau aufgezeichnet. Auf der Karte liegt die rote Linie meistens exakt auf den eingezeichneten Wegen. Es gibt nur ganz selten Abweichungen, selbst bei Abbiegungen bleibt das Signal sehr genau.
Ebenso reagiert die Uhr schnell auf Geschwindigkeitsänderungen. Sie werden ohne große Verzögerung angezeigt. Nur beim Intervalltraining, bei denen kurze Strecken in kürzester Zeit gelaufen werden, ist die Anzeige etwas träge. Aber die gespeicherten Zeiten stimmen immer.
Wer einen HF-Sensor nutzt wird auch hier über die schnelle Datenübertragung erfreut sein.
 

Akku

Der Akku ist leistungsstark. Zwar kann er nicht so lange durchhalten wie ein kleiner Fitness-Tracker, aber bei eingeschaltetem GPS kommt er immerhin auf 24 Stunden. Da ich niemals so lange laufe, sondern jeden Tag nur ein paar Kilometer zurücklege, komme ich gut eine Woche mit einer Akkuladung aus. Bei ausgeschaltetem GPS kann man den FR gut als Fitness-Tracker nutzen. Der Akku hält dann gut 40 Stunden.
Ich bin mit der Akkuleistung sehr zufrieden. Damit kann ich locker eine Tageswanderung aufzeichnen ohne Angst haben zu müssen, dass der Akku nach 8 Stunden schlappt macht.
Der Ladevorgang könnte etwas schneller vorangehen, aber zwei Stunden sind schon ok. Geladen wird über eine Klemme an einem USB Anschluss.



Garmin Forerunner 920XT Test
Garmin Forerunner 920XT


 

Fazit Garmin Forerunner 920XT

Der Garmin Forerunner 920XT ist ein Spitzengerät, das keine Wünsche offen lässt. Sie sieht gut aus und hält in jeder Hinsicht, was sie verspricht. Sie ist nicht zu groß, hat dennoch leicht ablesbares Display, reagiert schnell und zuverlässig auf Richtungs- und Geschwindigkeitsänderungen, lässt sich intuitiv bedienen. Alle Funktionen sind im Menü leicht auffind- und veränderbar. Außerdem wiegt sie fast nichts und das Armband fühlt sich angenehm an. Die Datenübertragung funktioniert mit oder ohne Kabel und alle Trainings können über die Garmin Connect App nach wenigen Sekunden am Handy abgefragt werden. Ich bin absolut zufrieden.
  
 
 
   

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